#1 Der menschliche Charakter von Jinane 17.03.2007 13:14

Allah perfektionierte die guten Eigenschaften den prophetischen Charakters und seiner Form. Er gab ihm alle Tugenden des Dins und dieser Welt.

Der menschliche Charakter

Wer den edlen Propheten liebt und sämtliche Einzelheiten des unermesslichen Schatzes seines Wesens erforscht, sollte wissen, dass die Schönheit und der perfekte Charakter des Menschen in zwei Kategorien eingeteilt werden kann:
• Angeborene Eigenschaften, die ein notwendiger Bestandteil dieser Welt sind, wie die natürliche Form und jene Dinge, die mit den grundlegenden Angelegenheiten des Alltags verbunden sind.
• Eigenschaften, die als Teil des Dins angenommen worden sind - dies sind Dinge, für die man gelobt wird und die einen näher zu Allah bringen.
Wiederum kann innerhalb dieser Wesenszüge zwischen zwei Kategorien unterschieden werden: Qualitäten, die entweder ausschließlich angeboren bzw. erworben sind und solche die beide Elemente miteinander verbinden.
Der Mensch hat keine Wahl über die Annahme der angeborenen Eigenschaften. Diese schließen die Perfektion des Körpers, physischer Schönheit, Stärke des Intellekts, Reinheit des Verstehens, Verständlichkeit der Sprache, Schärfe der Sinne, Stärke der Glieder, Ausgewogenheit, Edle Abstammung, der Einfluss der eigenen Leute und die Ehre der eigenen Herkunft. Damit verbunden sind die Notwendigkeiten des Alltags, wie das Essen, Schlaf, Kleidung, der Wohnort, Heirat, Besitz und Rang.
Diese Dinge jedoch können auch mit der Nächsten Welt verbunden sein, wenn die ihnen zugrunde liegende Absicht die Furcht vor Allah ist und der Körper gelehrt wird, dem Wege Allahs zu folgen.
Trotzdem werden all diese als Notwendigkeiten definiert und durch die Regeln der Schari’ah bestimmt. Was die erworbenen Eigenschaft betrifft, die auf die Nächste Welt hin ausgerichtet sind, so sie umfassen alle Tugenden und den Adab der Schari’ah. Dazu zählen die Handlungen des Dins, Wissen, Standfestigkeit, Geduld, Dankbarkeit, Gerechtigkeit, Zuhd [die Unverbundenheit mit den Dingen dieser Welt], Demut, Verzeihen, Scham, Großzügigkeit, Mut, Bescheidenheit, Männlichkeit, Schweigen, Vorausschau, Ernsthaftigkeit, Gnade, gutes Benehmen, Kameradschaft und ähnliche Eigenschaften. Man kann sie unter dem Begriff des ‘guten Charakters’ zusammenfassen.

Einführung


Wenn jemand mit einer oder zwei dieser Eigenschaften der Perfektion und Nobilität gesegnet worden ist, dann betrachten ihn die Leuten als Vorbild. Der ehrliche Respekt vor diesen Eigenschaften ehrt diese Vorbilder noch lange, nachdem ihre Knochen zu Staub zerfallen sind.
Was kann nun über den unschätzbaren Wert desjenigen gesagt werden, der all diese Eigenschaften in solcher Fülle besitzt, dass sie weder gezählt noch mit Worten beschrieben werden können? Es wäre unmöglich für ihn gewesen, sich diese Eigenschaften selbst anzueignen. Solch eine Sache ist nur möglich durch die Gabe Allahs des Allmächtigen.
Dazu gehört die Prophetenschaft, das Tragen der Botschaft, enge Freundschaft mit Allah, Seine Liebe, das Auserwähltsein, die Nachtreise, Sein Anblick, Nähe [zu Allah], Offenbarung, Fürbitte, Vermittlung, all die Tugenden, der hohe Rang, der preiswürdige Makam, Buraq, der Aufstieg, die Entsendung zur gesamten Menschheit, die Leitung aller Propheten im Gebet, seine Bezeugung durch die Propheten und ihre Gemeinschaften, Herrschaft über die Nachkommen Adams, sein Trägersein der Standarte des Lobs, das Bringen guter Nachricht und Warnung, sein Platz mit dem Einen beim Thron, Gehorsam, das Tragen des anvertrauten Gutes, Rechtleitung, eine Gnade für alle Welten sein, die Zufriedenheit Allahs mit ihm, so dass dem Gesandten erlaubt ist, Ihn zu bitten, Kauthar, ...
Und dies ist nur einiges von dem, was Allah ihm gegeben hat. Wissen über diese prophetischen Eigenschaften kann nur bei demjenigen sein, dem es gegeben ist und nur Allah kann es jemandem gewähren. Es gibt keinen Gott außer Ihm.
Hinzu kommen noch Rangstufen der Ehre, der Reinheit, der Freude, Exzellenz und des Wachstums, die Allah für den Propheten im Reich der Nächsten Welt vorgesehen hat. Diese können nicht aufgezählt werden und gehen über das Maß menschlicher Einbildungskraft hinaus.

Seine körperlichen Eigenschaften


Es gibt keinerlei Möglichkeit, die Tatsache zu verbergen, dass der Prophet der wertvollste Teil der Menschheit ist, derjenige mit der höchsten Position und der perfekteste von ihr in guten Eigenschaften und Tugenden. Ich werde die Einzelheiten dieser Qualitäten so gut ich es vermag zu erläutern versuchen. Ich war von dem Wunsch beseelt, auf einige seiner Eigenschaften, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, aufmerksam zu machen.
Ihr müsst wissen, möge Allah mein Herz und euer Herz erleuchten, und meine Liebe und eure Liebe zu seinem edlen Propheten erhöhen, dass ihr, wenn ihr alle diese Eigenschaften der Perfektion, die sich weder aneignen lassen, noch Teil des persönlichen Verfassung sind, betrachtet, festellen werdet, dass der Prophet jede einzelne unter ihnen besaß.
Die Schönheit seiner Form und die perfekte Proportion in seinen Gliedern wurde in unzähligen anerkannten und bekannten Berichten überliefert, dazu gehören die von ’Ali, Anas ibn Malik, Abu Huraira, Al-Bara’ ibn ’Azib, ’A’ischa, Ibn Abi Hala, Abu Dscuhaifa, Dschabir ibn Samura, Umm Ma’bad, Ibn ’Abbas, und viele andere.
Der Prophet hatte strahlende, tiefschwarze Augen, die eine Art rote Tönung hatte, lange Wimpern, helle Gesichtsfarbe, eine gebogene Nase, eine Lücke zwischen seinen Schneidezähnen. Seine Gesicht war rund, hatte auseinander stehende Brauen und einen dichten Bart, der bis zu seiner Brust reichte. Sein Brustkorb und seine Rumpf hatten die gleiche Länge. Er hatte einen breiten Brustkorb und breite Schultern. Er hatte große Knochen, weite Arme, große Handflächen und Fußsohlen, lange Finger, helle Haut und feine Haare von seiner Brust bis zu seinem Nabel. Er war weder aufgeschossen noch kurz, sondern zwischen diesen beiden. Trotzdem hatte es keine lange Person gegeben, die, wenn sie neben ihm lief, größer als er zu sein schien. Seine Haare waren weder lockig, noch glatt. Wenn er lachte und dabei seine Zähne zeigte, war dies wie der Strahl eines Blitzes oder das Weiß eines Hagelkorns. Wenn er sprach, schien es so zu sein, als ob Licht zwischen seinen Zähnen hervorkam. Er besaß einen wohlgeformten Nacken, der weder breit noch fett war. Er hatte einen kompakten Körper, der nicht fleischig war.
Abu Huraira sagte über den Gesandten Allahs: „Ich habe niemanden gesehen, der schöner war als der Gesandte Allahs. Es war, als ob die Sonne auf sein Gesicht scheinen würde. Wenn er lachte, strahlte es von der Wand zurück.“ Am Ende seiner Beschreibung sagte ’Ali: „Jeder, der ihn plötzlich sah, war von Ehrfurcht ergriffen. Diejenigen, die in seiner Nähe blieben, liebten ihn.“

Seine Sauberkeit


Die komplette Sauberkeit seines Körpers, die Süße seines Geruches und Schweißes und seine Freiheit von Schmutz und körperlichen Defekten ist eine besondere Eigenschaften, die ihm von Allah gegeben wurde und der sich niemand anders erfreut wurden vervollkommnet durch Sauberkeit,
die durch die Schari’ah und die Handlungen der Fitra [das natürliche Verhalten] bestimmt worden waren. [nach einer Überlieferung von ’A’ischa (bei Muslim) ist dies das Trimmen des Schnauzbarts, das Wachsen des Vollbarts, der Gebrauch der Zahnbürste, das Spülen der Nase mit Wasser, Schneiden der Fußnägel, Reinigung der Knöchel, das Zupfen der Haare in den Achseln, das Rasieren der Schamhaare und die Reinigung mit Wasser (nach dem Gebrauch der Toilette)].“ Der Gesandte sagte: „Der Din ist auf Sauberkeit gegründet.“
Verbunden mit dem Thema der Sauberkeit des Propheten, haben wir das Hadith von ’Ali: „Ich wusch den Propheten [nach dessen Tode], möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, und begann danach zu suchen, was sich normalerweise in einem Leichnam findet, aber ich habe nichts entdecken können. Ich sagte, ‘du warst rein im Leben und rein im Tod.’“ Er fügte hinzu: „Ein süßer Geruch kam von ihm, wie ich ihn nie zuvor erlebt habe.“

Sein Verstand, Beredsamkeit und die Genauigkeit seiner Sinne


Was seine weiten Verstand, Intelligenz, seine Sinnesschärfe, die Redegewandheit, die Eleganz seiner Bewegungen und die Exzellenz seiner Fähigkeiten betrifft, so wird deutlich, dass er der intelligenteste und der scharfsinnigste aller Leute war. Jeder, der darüber nachdenkt, wie er die inneren und äußeren Angelegenheiten der Leute; die Politik der einfachen Leute und der Elite in seinen erstaunlichen Eigenschaften und seinem wundervollen Leben meisterte, ganz zu schweigen von demjenigen Wissen, welches aus ihm kam und die Art und Weise, wie er die Schari’ah bestätigte, ohne vorher unterwiesen worden zu sein, Erfahrung gemacht zu haben und ein Buch gelesen zu haben, wird keinen Zweifel zulassen über die Höherwertigkeit seines Verstandes und die Beständigkeit seines Verständnisses. Nichts davon bedarf einer Bestätigung, denn alles wurde bereits ausreichend überprüft.
Die Muwatta enthält die Wort des Propheten, „Ich kann euch hinter mir sehen.“ Es gibt in den beiden Sahih-Sammlungen etwas ähnliches von Anas. Baqi ibn Mukhallad übermittelte von ’A’ischa, dass sie sagte: „Der Prophet, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, sowohl im Dunklen als auch im Licht sehen konnte.“
Es gibt viele korrekte Berichte über das Sehen der Engel und der Schaijatin durch den Propheten. Er war in der Lage, den Negus in Äthiopien zu sehen, und konnte deshalb [das Totengebet] für ihn beten. In der gleichen Weise, sah er (nach seiner Nachtreise) Jerusalem und beschrieb die Stadt den Quraisch. Er sah auch die Ka’aba, als er die Moschee in Medina baute. Ahmad ibn Hanbal und andere überlieferten, dass der Prophet elf Sterne der Pleijaden sehen konnte. Dies ist, Ahmad ibn Hanbal und anderen zufolge, das Maximum, was ein Mensch mit bloßem Auge zu sehen vermag. Klarsicht ist ein besonderer Wesenszug der Propheten und eine ihrer Eigenschaften. Abu Huraira überlieferte vom Propheten, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben: „Als Allah der Allmächtige Sich Musa offenbarte, war er in der Lage, in der Dunkelheit der Nacht eine Ameise auf einem Stein zu sehen, der 30 Meilen [ca. 48 Kilometer] entfernt war.“ Aus diesem Grund ist es auch nicht unmöglich für unseren Propheten in der Lage zu sein, das zu tun, was wir eben über die Nachtreise erwähnt haben und die Ehre, die er bei dem Erblicken als eines der größten Zeichen seines Herren erhalten hat. Berichte wurden uns überliefert, wonach er Rukana, den stärksten der Leute seiner Zeit, niedergerungen hat und ihn zum Islam einlud. Abu Huraira sagte: „Ich sah niemanden, der schneller ging als der Gesandte Allahs, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben. Es war so, als ob die Erde unter ihm rollen würde. Wir verausgabten uns, aber er war immer noch nicht müde.“ Eine andere seiner Qualitäten, war, dass sein Lachen nur ein Lächeln war. Wer sich jemandem zuwandte, dann wendete er sich ihm komplett zu. Wenn er ging, dann ging er so, als ob er einen Abhang heruntergekommen wäre.

Seine Beredsamkeit und sein reines Arabisch


Die Führung des Propheten in Redegewandtheit und Flüssigkeit der Sprache ist gut bekannt. Er sprach fließend und war fähig in der Debatte, sehr genau und klar in seinem Ausdruck. Seine Sprache war hell, er gebrauchte korrekte Bedeutungen und sie war frei von einem affektierten Ton. Ihm wurde die Meisterschaft der Sprache gegeben und er hob sich heraus durch seine erstaunlichen Maximen. Er lernte die Dialekte der Araber und sprach zu jeder ihrer Gemeinschaften in ihrem jeweiligen Dialekt. Er sprach mit jedem Araber in dessen Mundart. Er beantwortete ihre Argumente, indem er ihre eigenen rhetorischen Ausdrucksweisen verwendete. Mehr als einmal baten ihn viele Gefährten zu erklären, was er gerade [in der jeweiligen Mundart] gesagt hatte. Wer seine Hadithe und seine Biographie studiert, wird dies wissen und bestätigt finden. Die Art und Weise, in der er zu den Quraisch, den Ansar, den Leuten des Hidschaz und des Nadschd sprach, war nicht die gleiche, wie die, in der er zu Dhu’l-Msch’ar al-Hamdhani, Tihfa al-Handi, Qatan ibn Haritha al-’Ulaimi, al-Asch’ath ibn Qais, Wa’il ibn Hudschr al-Kindi und andere der Häuptlinge des Hadramaut und der Könige von Jemen. sprach. Was die alltägliche Sprache, seine berühmten Ansprachen und seine leicht verständlichen Aussagen und Maximen betrifft, so haben die Leute darüber ganze Bände geschrieben. Bücher wurden über deren Wortlaut und Bedeutung veröffentlicht.
Seine Sprache bestand aus einer unnachahmlichen Beredsamkeit und war unvergleichlich flüssig. Das wird durch einige Ausdrücke wie diese bewiesen: „Leute sind wie die Zinken eines Kammes“, „Ein Mann ist mit denen, die er liebt“, „Die Leute sind wie Gold- und Silberminen. Der beste von euch, wenn er Verstand hat, in der Dschahilijja [Zeit der Ignoranz, d.h. vor dem Islam] ist der beste im Islam“, „Ein Mann, der seinen eigenen Wert kennt, wird nicht zerstört werden“, „Diejenigen unter euch, die ich am meisten liebe und die mir am Tage der Auferstehung am nächsten sitzen werden, sind diejenigen mit dem besten Charakter - diejenigen, die Obdach geben, diejenigen, die Schutz gewähren und diejenige, die zusammenbringen“ oder auch „die beste Angelegenheit ist der mittlere Weg.“
Seine Gefährten sagten zum Propheten, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben: „Wir finden niemanden, der eloquenter ist als du.“ Er entgegnete darauf: „Wie könnte es anders sein? Der Qur’an wurde auf meiner Zunge offenbart, einer deutlichen arabischen Zunge!“ Ein anderen Mal, sagte er: „Ich bin der eloquenteste unter den Arabern, denn ich stamme von den Quraisch ab und wurde unter den Banu Sa’d erzogen.“ Dies gab ihm die Stärke und Reinheit der Wüste gepaart mit der Beredsamkeit im Ausdruck der Stadt und Schönheit ihrer Worte. Dies wurde alles mit Göttlicher Unterstützung verbunden, die die Offenbarung begleitete und die kein Sterblicher nachvollziehen konnte.
Als Umm Ma’bad [eine Frau, die dem Propheten und Abu Bakr auf der Hidschra Obdach gab] ihn beschrieb, sage sie: „Süß in der Sprache, deutlich, ohne zu wenige oder zu viele Worte zu machen. Es war, als ob seine, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, Sprache aus aufgereihten Perlen bestand. Er hatte eine laute Stimme, die sehr melodiös war.“

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